Ersthelfer Symposium 2026: Unfall hautnah!
Am 31. Oktober 2026 findet im KKL Luzern das 6. Ersthelfer Symposium statt. Die Veranstaltung begleitet einen Unfall von der Ersten Hilfe vor Ort über die Luftrettung bis zur Rehabilitation. Rund 25 Aussteller präsentieren ihre Angebote, während Expertinnen und Experten über Sportverletzungen, Luftrettung, Reha und Dokumentationspflichten referieren.

Das 6. Ersthelfer Symposium vom 31. Oktober 2026 im KKL Luzern verfolgt einen besonderen Ansatz: Es begleitet einen Unfall hautnah – von der Ersten Hilfe vor Ort am Beispiel einer Sportverletzung über die Luftrettung bis zum teilweise langen Weg zurück ins Leben. Die Veranstaltung richtet sich an alle Ersthelfer:innen, ob Anfänger, Fortgeschrittene oder Profis, ob Samariter, Betriebssanitäter, Sicherheitsbeauftragte, Private oder Blaulichtorganisationen.
Erste Hilfe bei Sportverletzungen
Hanspeter Betschart, Chefarzt der Berit Sportklinik und Chief Medical Officer von Swiss Olympic, spricht über verschiedene Sportverletzungen und die notwendige Erste Hilfe. Dabei geht es nicht nur um Profisportler an Grossanlässen, sondern auch um häufige Verletzungen im Amateursport – beispielsweise bei Grümpelturnieren, wo schon manch ein Kreuzband riss.
Luftrettung im unwegsamen Gelände
Manchmal ist ein Transport mit dem Helikopter unumgänglich – entweder weil es sehr schnell gehen muss oder weil kein anderer Weg zur Unfallstelle führt. Dies betrifft Wanderer, Skifahrer, Forstarbeitende, Landwirte und viele andere. Dr. med. Oliver Reisten, Ärztlicher Leiter der Air Zermatt, erklärt, wie eine Luftrettung abläuft und was Ersthelfer:innen dabei beitragen können und sollen.
Der Weg zurück ins Leben
Häufig wissen Ersthelfer:innen nicht, wie es mit den Patienten weiterging, nachdem die Rettungskräfte übernommen haben. Dr. med. Christian Sturzenegger, Chief Medical Officer der Rehaklinik Bellikon, betreut die Patienten auf ihrem Weg zurück. In seinem Referat erzählt er anhand von Fallbeispielen, was nach einem Eingriff im Akutspital passiert und wie die Patienten zurück ins Leben, in die Familie, in die Gesellschaft und in den Beruf finden.
Dokumentation und Datenschutz
Nach einem Einsatz haben Ersthelfer:innen oftmals noch zu tun. Ganz besonders, wenn ein Unfall im Betrieb passierte, sollten sie ihre Erste Hilfe dokumentieren. Am besten geschieht dies bereits während dem Einsatz mit Hilfe eines Protokolls, wovon sie eine Durchschlagseite dem Rettungsdienst mitgeben. Allerdings dürfen solche Protokolle nicht jedermann zugänglich sein. Roger Berger und Bruno Ducceschi aus dem Vorstand der Schweizerischen Vereinigung für Betriebssanität (SVBS) erklären, wann Ersthelfende ihre Einsätze dokumentieren sollten und auf was sie dabei achten müssen.
Weiterbildung und Rahmenprogramm
Das Ersthelfer Symposium 2026 im Luzerner Saal des KKL Luzern legt viel Wert auf das Rahmenprogramm und weitere Mehrwerte. Nach jedem Vortrag bleiben Raum und Zeit, um Fragen an die Referenten zu stellen. Die Pausen bieten Gelegenheiten für Diskussionen und die Netzwerkpflege, ausserdem präsentieren rund 25 Aussteller ihre Produkte, Kurse oder andere Dienstleistungen. Alle Vorträge werden simultan von Deutsch ins Französische übersetzt. Es werden 3,5 Stunden an das IVR-Zertifikat angerechnet und es gibt 2 SGAS-Fortbildungspunkte.
Im letzten Jahr kamen insgesamt 420 Ersthelfer:innen an das Ersthelfer Symposium im KKL Luzern. Die gemeinsame Veranstaltung der SVBS und von IVF Hartmann findet am 31. Oktober 2026 statt. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten gibt es unter ersthelfersymposium.ch. Anmeldeschluss ist der 24. Oktober 2026.


