Arbeitsunfälle sinken weiter – Freizeitunfälle auf dem Vormarsch

Die Suva versichert rund die Hälfte aller berufstätigen Personen in der Schweiz gegen Unfälle und Berufskrankheiten. 2025 wurden über 480 000 neue Fälle registriert und anerkannt. Während die Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten weiter zurückgingen, nahmen die Freizeitunfälle um fast 3 Prozent zu. Insgesamt zahlte die Suva über 4,6 Milliarden Franken an Versicherungsleistungen.

Die Arbeitsunfälle nehmen weiter ab, dafür nehmen Freizeitunfälle zu. (Bild: zVg / Suva)

Im vergangenen Jahr hat die Suva über 480 000 neue Unfälle und Berufskrankheiten verzeichnet und anerkannt. Das sind 1,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten gingen um 0,9 Prozent auf gut 166 000 Fälle zurück. Die Freizeitunfälle stiegen hingegen um 2,8 Prozent auf rund 296 000 Fälle. Bei den als arbeitslos gemeldeten Personen sowie bei Personen in IV-Massnahmen hat die Zahl der Unfälle um 15,4 Prozent zugenommen. Grund dafür ist vor allem die höhere Zahl der Arbeitslosen. Insgesamt zahlte die Suva 2025 über 4,6 Milliarden Franken an Versicherungsleistungen.

Die aktuellen Unfallzahlen

Bei der Suva in der obligatorischen Unfallversicherung neu registrierte, anerkannte Fälle:

 20252024Differenz zum Vorjahr
Total Unfälle und Berufskrankheiten480  344471  385+ 1,9  %
davon Berufsunfälle und Berufskrankheiten166 229167 701– 0,9 %
davon Nichtberufsunfälle296 141288 111+ 2,8 %

davon Unfälle und Berufskrankheiten in der Unfallversicherung für Arbeitslose und
von Personen in IV-Massnahmen

17 97415 573+ 15,4 %

Unfälle passieren heute vor allem in der Freizeit

«Die Zunahme der Unfallzahlen gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf Freizeitunfälle zurückzuführen», sagt Alois Fässler, Statistiker bei der Suva. «Erfreulich ist, dass die Berufsunfälle weiter zurückgehen.» Während Berufsunfälle früher den grössten Teil der gemeldeten Unfälle ausmachten, registriert die Suva seit Anfang der 1990er Jahren deutlich mehr Unfälle in der Freizeit. Im vergangenen Jahr lag das Verhältnis bei 64 Prozent Freizeitunfällen zu 36 Prozent Arbeitsunfällen. «Die Sicherheit bei der Arbeit hat in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen, sei es durch kontinuierliche Präventionsarbeit oder durch den Rückgang von Arbeitsplätzen mit hohem Unfallrisiko, beispielsweise durch stärker automatisierte Abläufe», so Alois Fässler. «Die Zahl der Freizeitunfälle steigt hingegen, weil immer mehr Menschen ihre freie Zeit in Sport und Outdoor-Aktivitäten investieren.»

Häufigste Sportunfälle: Fussballspielen, Skifahren, Bergwandern

Über das ganze Jahr 2025 betrachtet, registrierte die Suva die meisten Sportunfälle beim Fussballspielen (29 000 / 25 % aller Sportunfälle), beim Skifahren (16 000 / 13 %) und beim Bergwandern (6 000 / 5 %). Dabei gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede. Männer verletzten sich am häufigsten beim Fussballspielen (29 %), Skifahren (12 %) und Biken (5 %), während sich bei den Frauen die meisten Unfälle beim Skifahren (20 %), Bergwandern (9 %) und Jogging (7 %) ereigneten. Die häufigsten Verletzungen beim Sport betrafen Knie, Fussgelenke und Schultern. 

Gezielte Präventionsmassnahmen reduzieren Unfälle, Leid und Kosten

Die Suva weist in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, dass Unfälle nicht nur viel Leid verursachen, sondern auch hohe Kosten nach sich ziehen. Deshalb setzt sie neben Versicherungsleistungen weiterhin stark auf Prävention und Rehabilitation. Mit verschiedenen Präventionsprogrammen, Aus- und Weiterbildungen, Schulungen und Beratungen für Arbeit und Freizeit hilft die Suva, Unfälle und Berufskrankheiten zu verhindern.

Quelle: Suva

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