Patentanmeldungen aus der Schweiz bleiben auf hohem Niveau

Die Schweiz behauptet 2025 ihre starke Stellung im europäischen Patentgeschehen: Beim Europäischen Patentamt gingen 9’914 Anmeldungen aus der Schweiz ein, nur leicht weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig bleibt das Land weltweit führend bei Patentanmeldungen pro Kopf und setzt damit ein klares Signal für seine Innovationskraft.

Helle Köpfe in der Schweiz: Unser Land besetzt bei Patentanmeldungen eine führende Position in Europa. (Bild: Unsplash.com)

Das Europäische Patentamt verzeichnete 2025 insgesamt 201’974 Patentanmeldungen und überschritt damit erstmals die Marke von 200’000. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Plus von 1,4 Prozent, wobei die Anmeldungen aus Ländern ausserhalb Europas besonders zulegten.

EPA-Präsident António Campinos wertet die Entwicklung als Beleg für die Innovationskraft Europas und betont die Bedeutung strategischer Bereiche wie KI, Halbleiter, Gesundheit und Quantentechnologien.

Schweiz auf Rang sieben weltweit

Mit 9’914 Patentanmeldungen liegt die Schweiz im internationalen Vergleich auf Platz sieben und in Europa hinter Deutschland und Frankreich auf Rang drei. Trotz des leichten Rückgangs von 0,5 Prozent gegenüber 2024 bewegt sich die Zahl der Anmeldungen weiterhin auf einem sehr hohen Niveau,

Besonders bemerkenswert bleibt die Pro-Kopf-Quote: Mit rund 1’096 europäischen Patentanmeldungen pro Million Einwohner führt die Schweiz dieses Ranking weiterhin an.

Die innovativsten Kantone. (Grafik: EPO)

Medizintechnik voran

Bei den Technologiefeldern bleibt die Medizintechnik mit 965 Anmeldungen die wichtigste Sparte der Schweiz, obwohl sie leicht zurückging. Auf den weiteren Plätzen folgen sonstige Konsumgüter, Messtechnik sowie elektrische Maschinen, Geräte und Energie.

Das stärkste Wachstum verzeichneten sonstige Spezialmaschinen mit plus 32,1 Prozent sowie das Transportwesen mit plus 14,2 Prozent. Damit zeigt sich das Schweizer Patentportfolio weiterhin breit abgestützt und in mehreren Bereichen robust.

Zürich bleibt Innovationszentrum

Auf kantonaler Ebene führt Zürich mit 1’362 Patentanmeldungen das Schweizer Ranking klar an und liegt zugleich auf Platz 13 unter den europäischen Regionen. Auch Waadt und Zug gehören zu den innovativsten Standorten und zählen europaweit zu den Regionen mit besonders vielen Anmeldungen.

Zusammen mit Basel-Stadt und Genf vereinen die fünf führenden Kantone mehr als die Hälfte aller Schweizer Patentanmeldungen auf sich. Das unterstreicht die starke Konzentration der Innovationsaktivität in wenigen forschungsintensiven Clustern.

Schweizer Firmen unter den Top-Anmeldern

Hoffmann-La Roche bleibt mit 681 Patentanmeldungen die Nummer eins unter den Schweizer Anmeldern, gefolgt von Philip Morris International mit 680 und ABB mit 463 Anmeldungen. Alle drei gehören zu den 50 aktivsten Patentanmeldern beim EPA.

Auch Hochschulen spielen eine wichtige Rolle: Die EPFL, die ETH Zürich und die Universität Zürich zählen 2025 zu den führenden europäischen Institutionen bei Patentanmeldungen.

Quelle: Europäisches Patentamt

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