{"id":12399,"date":"2014-11-01T15:31:51","date_gmt":"2014-11-01T14:31:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.m-q.ch\/?p=12399"},"modified":"2021-02-16T15:42:59","modified_gmt":"2021-02-16T14:42:59","slug":"mitarbeiter-die-sich-gedanken-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.m-q.ch\/de\/mitarbeiter-die-sich-gedanken-machen\/","title":{"rendered":"Mitarbeiter, die sich Gedanken machen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-12404\" src=\"https:\/\/www.m-q.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Mitarbeiter-die-sich-Gedanken-machen.jpg\" alt=\"Mitarbeiter, die sich Gedanken machen\" width=\"881\" height=\"1285\" srcset=\"https:\/\/www.m-q.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Mitarbeiter-die-sich-Gedanken-machen.jpg 881w, https:\/\/www.m-q.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Mitarbeiter-die-sich-Gedanken-machen-768x1120.jpg 768w, https:\/\/www.m-q.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Mitarbeiter-die-sich-Gedanken-machen-8x12.jpg 8w, https:\/\/www.m-q.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Mitarbeiter-die-sich-Gedanken-machen-120x175.jpg 120w, https:\/\/www.m-q.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Mitarbeiter-die-sich-Gedanken-machen-240x350.jpg 240w, https:\/\/www.m-q.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Mitarbeiter-die-sich-Gedanken-machen-548x800.jpg 548w, https:\/\/www.m-q.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Mitarbeiter-die-sich-Gedanken-machen-300x438.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 881px) 100vw, 881px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><strong>E<\/strong><\/em>ine Zahl l\u00e4sst aufhorchen. \u00abDer Wirtschaftsfaktor Gl\u00fcck ist ein knallhartes Finanzthema\u00bb, schreibt Dorette Segschneider in ihrem Buch \u00abGl\u00fcck Macht Erfolg\u00bb*. Das bewiesen nicht nur die Lehrst\u00fchle f\u00fcr Gl\u00fccks\u00f6konomie an zahlreichen deutschen und internationalen Hochschulen, \u00absondern das wird zuallererst in einer schockierenden Zahl des Hamburger Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) deutlich: 364 Milliarden Euro gehen der deutschen Wirtschaft j\u00e4hrlich verloren, weil die Menschen an ihren Arbeitspl\u00e4tzen ungl\u00fccklich sind\u00bb.<\/p>\n<p><strong>Ungl\u00fcckliche Mitarbeitende kosten Geld<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gl\u00fcckliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Erfolgsgaranten? Lassen wir die beachtliche Summe \u2013 sie entspricht ca. 16% des realen Bruttoinlandsprodukts von 2010 \u2013 einmal dahingestellt sein und richten das Augenmerk auf das Ph\u00e4nomen dahinter. Und das kennt jeder. Wer ungl\u00fccklich ist, versinkt in diesem Gef\u00fchl. Ein ungl\u00fccklicher Mensch nimmt kaum noch wahr, was um ihn herum passiert, das interessiert nicht mehr, erreicht ihn auch nicht mehr. Wird nun aus diesem Gef\u00fchl heraus gearbeitet, dann wird das f\u00fcr die Unternehmen in der Tat eine teure Angelegenheit. Und mit Blick auf deren Zukunft auch eine brisante.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Belegschaften, die ungl\u00fccklich vor sich hin werkeln, arbeiten ja nicht nur lustlos unkonzentriert, was Kunden heute in einem zunehmenden Masse allerorten zu sp\u00fcren bekommen. Mindestens genauso, wenn nicht noch gravierender bei dem stetig ansteigenden Innovationstempo, f\u00e4llt ins Gewicht, dass es ihnen schnurzpiepegal ist, was sich draussen tut, woher und wohin der Wind des Wandels weht, was die Konkurrenz so treibt, mit welchen W\u00fcnschen Interessenten und Kunden an sie herantreten, wo sich Reklamationen h\u00e4ufen, ob Beanstandungen sachund fachgerecht bearbeitet werden.<\/p>\n<p><strong>Gl\u00fcck als \u00f6konomischer Faktor<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00abDank\u00bb dieser innerbetrieblichen Blindheit fehlen dem Unternehmen all die kleinen Beobachtungen \u00abvon unten\u00bb, die sinnvollerweise gebraucht werden, um die theoretischen \u00dcberlegungen der Gesch\u00e4ftspolitik und -strategie praktisch zu unterf\u00fcttern. Damit ist ein Betrieb keineswegs blind f\u00fcr Entwicklungen, Schwachstellen und Problempunkte, sehr wohl aber ein\u00e4ugig und reaktionstr\u00e4ger. Handlungsstarke Sensibilit\u00e4t f\u00fcr das Aktuelle wie das Kommende ist auf die Unterst\u00fctzung aus der Breite des Unternehmens angewiesen, auf Mitarbeiter, die sich Gedanken machen und Vorgesetzte, die das zu sch\u00e4tzen wissen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aus dieser Perspektive erweist sich das Gl\u00fccksempfinden der Belegschaft als unzweifelhaft ernst zu nehmender \u00f6konomischer Faktor<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><strong>Das Gl\u00fcckempfinden der Belegschaft ist ein ernst zu nehmender \u00f6konomischer Faktor.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und, fahrl\u00e4ssig ignoriert, als oft verkannter eigentlicher Ursprung von Ansehensverlusten, verz\u00f6gerten notwendigen Anpassungen, wenig bedachtem \u00fcberst\u00fcrztem Reagieren auf Vers\u00e4umtes und \u2013 Ertragseinbr\u00fcchen. Unternehmensimage, -wert und -ertrag sind, so gesehen, auch \u00abGl\u00fcckssache\u00bb. Werden \u00fcber dieses Empfinden doch massgeblich die Verhaltensweisen gesteuert, die einem Betrieb vielerlei Vorteile verschaffen, sowohl in der Routine des t\u00e4glichen Tuns und Lassens als auch \u2013 und hier ganz besonders \u2013 im kraftvollen Mitgehen mit der Dynamik des Wandels. Und so dr\u00fcckt die diesbez\u00fcgliche Ignoranz \u00fcber die Kratzer an der Reputation, das hinterherhinkende betriebliche Innovationsverhalten, das dadurch ausgel\u00f6ste \u00fcbereilte Nachholenwollen des Zukurzgekommenen und kritische Aufwand-Ergebnis-Diskrepanzen Unternehmensimage, -wert und -ertrag nach unten.<\/p>\n<p><strong>Bedenkenswerte Punkte<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was es also zu bedenken gilt, ist: Mitarbeiter, die sich Gedanken machen,<\/p>\n<ul>\n<li>greifen nicht automatisch zu einer betriebs\u00fcblichen oder augenscheinlich naheliegenden L\u00f6sung, sondern denken dar\u00fcber hinaus kunden- oder problemspezifisch aus dem Rahmen des Gewohnten fallende L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten an und ziehen entsprechende Alternativen in Betracht.<\/li>\n<li>sind neugierig, achten auf und halten Ausschau nach Neuerungen, beziehen Unkonventionelles im Arbeitsablauf in ihre \u00dcberlegungen ein, trachten danach, es auszuprobieren und im Ergebnis zu bewerten. Sie f\u00fcrchten nicht versuchendes, experimentelles Handeln und die damit m\u00f6glicherweise verbundenen Fehlschl\u00e4ge, die sie nicht frustrieren, sondern als weiterf\u00fchrende Erfahrungen registrieren.<\/li>\n<li>belassen es nicht beim ersten Gedanken, sondern denken Gedanken weiter. So wie es Einstein einmal formuliert hat: Bei kreativaufgeschlossenen Menschen l\u00f6st jeder Gedanke neue \u00dcberlegungen aus und wird so zu einer Assoziationskette.<\/li>\n<li>denken originell in neuen Bahnen, Zusammenh\u00e4ngen und Wirkungsweisen. Dabei ist ihnen bewusst, Innovation ist nicht ausschliesslich der Sprung in das grunds\u00e4tzlich noch nicht Dagewesene. Innovieren ist nicht minder das Verwenden und Benutzen des schon Vorhandenen auf eine neue Art und Weise, in anderen Bereichen und Zusammenh\u00e4ngen.<\/li>\n<li>verfangen sich nicht im Hergebrachten des landl\u00e4ufigen Betrachtens und Denkens. Sie verm\u00f6gen Gegebenheiten aller Art in neuem Licht und aus anderer Perspektive zu sehen. Damit f\u00e4llt es ihnen leichter, das Wesentliche eines Gedanken, einer Konstellation oder einer Problematik zu erfassen, Schl\u00fcsse daraus zu ziehen und den Erkenntnisgewinn anderweitig Nutzen stiftend anzuwenden.\u00a0<\/li>\n<li>ersch\u00f6pfen sich nicht im Hervorsprudeln von Ideen in Brainstormingmanier. Ihre spontanen Eingebungen und \u00abGeistesblitze\u00bb k\u00f6nnen sie konkretisieren, ausarbeiten, ausfeilen und daran mitwirken, sie in betrieblich Verwendbares zu \u00fcberf\u00fchren.<\/li>\n<li>wissen, dass Menschen auch Launen und Stimmungen, dass sie gute und wenige gute Tage haben \u2013 Vorgesetzte ebenso wie die Kolleginnen und Kollegen und nat\u00fcrlich auch sie selbst. Die daraus erwachsende Nachsicht und die erfahrungsgest\u00e4rkte Gewissheit, dass ein n\u00e4chster Tag meist schon wieder eine ganz andere diesbez\u00fcgliche \u00abWetterlage\u00bb haben kann und wird, machen sie zu in der Grundtendenz gelassenen, angenehmen Zeitgenossen, die sich nicht als permanentes Streichholz f\u00fcr die sich im Verhalten der anderen zeigende Reibefl\u00e4che pr\u00e4sentieren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><strong>Wer nimmt, der muss auch zu geben bereit sein.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>sind last but not least Selbstoptimierer. Die vielleicht hervorstechendste Eigenschaft von Mitarbeitern, die sich Gedanken machen, ist deren Bereitschaft, nicht nur ihr Drumherum und das, was sich tut, unaufgeregt, unbefangen und unvoreingenommen in den Blick zu nehmen, sondern auch sich selbst und aus eigenem Antrieb an sich zu arbeiten. Und mit dieser Eigenschaft tragen sie sp\u00fcrbar zur atmosph\u00e4rischen Aufhellung des Unternehmens wie zur Erweiterung und Vervollkommnung der dem Betrieb zur Verf\u00fcgung stehenden Ressourcen bei.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Ein Geben und Nehmen<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Letzteres ist vielleicht das gr\u00f6sste Geschenk, was ein Arbeitnehmer seinem Arbeitgeber in der heutigen Zeit machen kann: Nicht in sich selbst zu versanden, nicht \u00abdicht\u00bb zu machen, sich nicht aus der Mitverantwortung zu stehlen und den Laden nicht einfach laufen zu lassen. Allerdings, was in diesem Zusammenhang von den Arbeitgebern nicht vergessen werden darf: Wer nimmt, der sollte, der muss auch zu geben bereit sein. F\u00fcr Gl\u00fcck suchende Betriebe darf reziproker Altruismus deshalb kein Buch mit sieben Siegeln sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; Eine Zahl l\u00e4sst aufhorchen. \u00abDer Wirtschaftsfaktor Gl\u00fcck ist ein knallhartes Finanzthema\u00bb, schreibt Dorette Segschneider in ihrem Buch \u00abGl\u00fcck Macht Erfolg\u00bb*. 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